Traumatherapie / EMDR

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine Methode zur Verarbeitung psychischer Traumen und bedeutet auf deutsch in etwa "Desensibilisierung und Neuverarbeitung mit Augenbewegungen". 

 

Diese Therapiemethode wurde von der Amerikanerin Francine Shapiro ab 1989 entwickelt und findet seit Mitte der 90er Jahre weltweite Anwendung. In vielen Bereichen des Lebens sind Menschen früher wie auch heute Situationen ausgesetzt, die sie extrem belasten: z.B. Unfälle, Naturkatastrophen, Misshandlungen in der Kindheit, Vergewaltigung oder körperliche Gewalt.

 

Letztendlich spricht man immer dann von einem Trauma, wenn ein Ereignis als belastend erlebt wird und gleichzeitig keine ausreichenden Bewältigungsstrategien vorhanden sind.

 

Bei der Behandlung von Traumatisierungen ist EMDR die am umfangreichsten untersuchte Behandlungsmethode und gilt als die effektivste Methode im Vergleich zu den anderen anerkannten Verfahren (Exposition, bspw. Flooding, und Stressimpfungstherapie).

 

Bei einem unverarbeiteten Trauma scheint das Erlebte im Nervensystem des Gehirns mit allen Bildern, Gedanken und Gefühlen wie „eingefroren“. Die Augenbewegungen, oder auch andere bifokale (zweiseitige) Stimulierungen, die im EMDR verwendet werden, lösen diese Blockierung auf und ermöglichen so dem Gehirn, die Erfahrung zu verarbeiten und damit die Belastung aufzuheben.